breakfast


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turm.falke

.ich liebe um geliebt zu werden und dann fortzulaufen.

 

feuertänzer (für staubfinger)

mit dem brandstift
funken in die wimpern

mal mir blumen und
räder wie klatschmohn
in die nacht
bis der sand die zeit
zu glas schmilzt
und uns die augen
verklebt mit kindheit

 

verwisch die spuren

ich

lasse meinen namen

zurück/ in deinem

herz schlag mir ein

schweigen auf den

mund. auf den mund.

 

unter deinen fingernägeln
sammelt sich sein duft
wie dreck
seine vorsicht klebt wie
honig an deinen lippen

und nur der hintergedanke
brennt dir halogen
auf die netzhaut

 

unendlich sanft
paust du dein
lächeln in meinen kopf
öffnest meine nähte und
schlüpfst hinein.

und legst deinen finger
in meinen mundwinkel
er passt dort hin.

er nimmt den herbst

an die hand

und führt ihn


in mein haus

ich will nicht tanzen

sage ich

brich mir deinen willen

in stücke und

versprich mir ein

lebewohl am bahnhof
 
 
 


 

wann hat das nachtblau

die sterne eingesammelt

und einen müden mond

an den himmel gemalt?

 

zwischenzeitlich hat sich

zwischenmenschlich auch

nicht viel geändert.

 

aus dem sturm 

 

gerahmtes leben

von schnee und von frost

legst du deine hände

legst sie um mein herz

 

kaputte puppe flüsterst du

kaputt ein stuhl ein fahrrad

ein arm kaputt

legst du zwei

legst du zwei finger in die wunde

und stopfst sie aus mit schnee

 

windrosen auf dem weg

von hier nach nimmerland

führen dich in den wahnsinn

 

mein puls nimmt dich an

die hand / halt mich nur fest

dann laufen wir dem rhythmus

im staccato davon.

 

schwindel/taumel


morgen & dein gestern im genick
sie schiebt sich die
sich die sonne in die tasche
lächelt nichts    ist
friert der tau sich zu
kristall und noch ein klischee
sie mag es wenn dir 
die worte versagen
sprachlos hilflos wunderschön
leg ihr die hände
um den körper nur dich
dich lässt sie zurück

 

fass mich nicht so grob/

ich bin zerbrechlich

 

such den regenbogen“

 

unter unseren heilen trümmern

öffnet die dunkelheit uns weit

aus der flucht gedreht

verfluchen wir den weg

und nimm mich in den arm.

 

 

Spätsommer

Mir kam eine Welt zu Ohren
die in Regentropfen
kopfsteht

und sich schlafen legt
in den offenen Mündern
der Staunenden

und die singt
wie Sirenen
wie von Sinnen
 
 

maibild

da liegst du
links neben deinem juni
und lachst deinen mund
so sehr

und erzählst und zeigst
mich an den himmel
losen wolken
so sehr du
den wind in die hände nimmst
und den februar störst

fahren wir nur weiter raus
aus deinem jahr

 

deine falb geblickten

lesen meine hände

und das leise sonnen


 

licht ins haar gekämmt

nur unser hoffen

reicht noch für ein


 

wir, zusammen

und trotzig lächle ich

 

echo


ich klettere auf

dem wind bis ich

seine farbe teile


deinen atem, den

ich koste, was es

wolle, zugeknüpft.

 

 

 

finden unter decken

ein immerfortes piano

von leise schwingenden

gespannten saiten

 

ausgebreitet vor dir

träum ich feuer und

brenne davon

über seen lichterloh.

 

 

fliehen den minuten

mit verhakten fingern

liegen wir im wind


einen sonnenstrahl

lache ich für dich

bevor die welt endet

 

 

in fichten fest

gewandt ist sie

mit dunkelrot

gekreiselten ins

nimmerland auf


sehnen fährt atem

los der zugwind

über fingerspitzen

und ein seufzen

 

 

verschmitzt


du schwimmst mir

senkrechte wellen

und trocknest darin

orangenscheiben


abgeschnitten welt

kugelst du zwischen

meinen fingern hin

und knickst her ab.

 

 

Weltenbummler


Du hast die

Nadeln nicht gespürt

die dir im

Wege lagen


hast nur stets

gelacht aus

Kieselaugen


fröhlich über

Mauern läufst du

eine Hand gen

Himmel

und die andere

im Tau

 

 

wir pendeln uns durch fensterglas

und treiben unsere blicke voraus

stumpft das flüstern wie der weg

 


 

die worte tun nur so als ob

deswegen werfen wir sie fort und

wärmen uns am sand.

 

 

Jadeelefant


 

Ich hab dir den kleinen

Jadeelefanten

in die Brandung gelegt.

 


 

Die Morgenröte soll ihn

übergießen, damit

wir irgendwann wieder

gemeinsam jagen

 


 

zwischengeweltet

lesen wir die Spuren

und vergiften uns

mit Leben.

 

 

westwind


 

wolkenkind

ohne schuh

tollst du über

watteweiden

 


 

wolltest du

nicht fortgehn

ohne mir leb

wohl zu sagen

 

 

unrund

 

greife konturen

aus dem nebel

ins crescendo der nacht

nicht asche, nicht mehr

nur asphalt

gieße ich

ins antlitz der stadt

verstaut bleibt alles

darin was blieb

 

 

du, dein lied

 

schar deine ungezählten

um eine hand

die glöckchen und eine

eine einzige tonfolge

macht sie unwillens

und mit der anderen hand

gib sie nicht wieder her.

 

 

der Nebel

 

ich habe dich nicht

gebeten zu sagen

dass wir nicht sind


aber den nebel

hätte ich spüren müssen


& die betäubung

und dich

dich, tausendmal dich

 

 

 

fahrig will ich hände lesen

halten bis zum morgenfrüh

halb und fort und immer

 

über erde kriechen, weinen,

schnuppern und den halt

verlieren uns im abendstern

 

 

 

ein schweigen nur

hast du mir in die

augen gewischt da

mit zögern wandle


unstetes ich. urteile

mich feixend noch.

und wenn es herbstet

bleibe ich stillstand.

 

 

Flucht.


Auf gespitzten Zehen

schleichst du über

ausgespuckte Träume

und streckst die Arme


Von dir weg bist du

ganz weit, ver kehrt

wende dich und du

findest deine Flucht.

 

 

immergrau


vermisste kirschblüten

ranke n noch in fugen

von gib mir n nur eine


schmuckdose aus por

porzellan voller musik

die ich ich nie gehört.

 

 

unseren wert

losen minuten

schicke ich ein

ander. es

eiland im puls


vernarbte wunden

öffnet man so

gern zu dem

tauben leidwesen

beim lebewohl

 

 

 

laukalt gewimpert

unter dem frevel

und verbittert nun

kampfgesagt im

übermut und lach


mir das augenlicht

blind bin ich jetzt.

 

 

 

sand in die schuhe geschwemmt

drehen wir uns zwinkernd

und merken das kratzen nicht


bis blutig meine füße brannten

und ich auf die felsen fiel

war es bloß ein bruchteil


 

 

 

stadtschatten


fahlblau leuchten die

straßenlaternen

nassen asphalt an

geschwemmter menschen

matsch und ein bier


grölen durch die nacht

dich kenn ich nicht

es lebe deine anonymität

 

 

 

verirrt


hautumhüllte zweifel

finden keine spur

im sand mehr, keine.


fortan schnüren sie zum

osten, suchen. nach

dem krustenpfad.

 

 

 

zerliebt


Deine Worte reiben wund

und drücken Salz in Hände

die auf meinen Schultern

schwer waren


die mir riefen von

Wolkenrändern und Kristall

und die Adern verflochten

zu seidenem Klang

 

 

 

ver.wirk.lichen

unser leben nur im

raum ohne licht, kein

wirkliches


winken uns bloß zu

und lassen uns aus

spülen von abwasser

in unseren mündern


schrei nach vergebung

oder nirgendwann

versehen wir uns mit

einem brand... mal

 

 

 

im rausch geknickte

lilien sind mir deine

namen durchgeflüstert

ins haar geflochten

und auf den grund

gebreitet.

im bangen blick ein

gebrochen und gezählt

 

 

 

die luft die ich trinke

schmeckt mir nicht

also zerreiße ich mich

in viele kleine splitter


und warte, warte auf

regen

 

 

(c) Karen T. Piotrowski

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